Vergärbare Biomasse
Aus der Vergärung von organischen Produkten (Gülle, Mist, Grün- und Speiseabfälle, Abwasser aus Kläranlagen) entsteht Biogas, das zur Gewinnung von Strom und Wärme eingesetzt wird.
Hauptvoraussetzungen:
Eine Anlage kann sich bei Landwirtschaftsbetrieben oder Zusammenschlüssen mit über 100 Grossvieheinheiten (GVE) lohnen. Möglich sind ergänzende Lieferungen (Co-Substrate) durch die Nahrungsmittelindustrie, Grossgärtnereien, kommunale Grünabfälle etc.
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Strom und Dünger aus Gastroabfällen
Im Rahmen der bilateralen Verhandlungen mit der EU hat sich die Schweiz verpflichtet, analog zur EU ein Verbot der Verfütterung von Speiseresten an Nutztiere ab Mitte 2011 umzusetzen. Als Alternative zur bisherigen Verfütterung in Mastbetrieben bietet sich die Vergärung der Speisereste in Biogasanlagen als ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche Variante an.
Die in einer Biogasanlagen anfallenden Gärreste können als bodenverträglicher Dünger weiter verwendet werden. Die Verwertung von Gastroabfällen in landwirtschaftlichen oder industriellen Biogasanlagen hat gegenüber der Vergärung in Abwasserreinigungsanlagen den Vorteil, dass neben der optimalen energetischen Nutzung gleichzeitig auch Nährstoffkreisläufe geschlossen werden. Durch den Vergärungsprozess werden zudem allfällige Krankheitserreger (Pilze usw.) in den Abfällen vernichtet.
Die Gärreste werden pflanzenbaulich sinnvoll, aber auch umweltschonend ausgebracht. Dadurch können einerseits Mineraldünger eingespart werden, andererseits werden schädliche Umwelteinflüsse wie Ammoniakemissionen und mögliche N-Austräge in das Grundwasser auf ein unvermeidliches Mass reduziert.